Festival and Internationale Akademie für Neue Komposition and Audio-Art

13. – 17 Dezember 2014

avantgarde tirol - new music on a high level

Festivalprogramm


Sa 13. Dezember
Rattenberg am Inn
Malerwinkel

Saal Schlossberg
20.00 Uhr

FESTKONZEET MIT DEM ENSEMBLE MUZYKA CENTRUM, Krakau
Leitung: Marek Cho³oniewski

Olga Szwajgier: Sopran (eine Stimme mit 6 Oktaven)
Piotr Grodecki: Klavier
Mariusz Pêdzia³ek: Oboe
Marek Cho³oniewski: computer

Bei der ersten Akademie, die 1993 im Schwazer Franziskanerkloster stattfand, wirkten Szwajgier, Pedzia³ek, Grodecki und Cho³oniewski auch schon als kom- petente und erfahrene Lehrer mit.

Marek Cho³oniewski
Marek Cho³oniewski

Marek Choloniewski
Geboren 1953 in Krakau, ist er Komponist, Klangkünstler, Performer und Lehrer. Er leitet die Studios für elektroakustische Musik in Krakau und ist Direktor des Klanglabors an der Intermedia-Fakultät der Akademie der Schönen Künste ebendort. Choloniewski ist Gründer und Präsident von "Muzyka Centrum" sowie der polnischen Gesellschaft für elektroakustische Musik. Siet 2008 wirkt er als Sekretär, seit 2011 als Präsident der Internationalen Konföderation für elektroakustische Musik. Als Leiter des "Audio Art Festivals" in Krakau ist er ebenso bekannt wie als Gründer oder Mitbegründer vieler Ensembles, wie "Freight Train". "ch&k", "Dizzy kinetics". Choloniewski ist Preisträger der Polnischen Komponisten-Union, des Kulturministeriums seines Heimatlandes und wird von CEC ArtsLink in New York unterstützt.

Olga Szwajgier
Olga Szwajgier

Olga Szwajgier
Olga Szwajgier

Olga Szwajgier
wurde 1944 in Slowikowa/PL geboren und studierte an der Musikhochschule Krakau bei Leokadia Kukawska und Stanislawa Hoffmannowa Gesang. Sie ist mehrfache Preisträgerin von bedeutenden Gesangswettbewerben und unterrichtete seit 1974 an der Hochschule für Theater in Krakau. Seit 1976 ist sie Gast bei den wichtigsten Festivals zeitgenössischer Musik in Polen, Italien, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Mexiko u.a. Seit 1981 ist sie Mitglied von „Muzyka Centrum”. 1987 erhielt sie bei der internationalen Biennale in Berlin den Kritikerpreis. Unter den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen, die ihr verliehen wurden, befinden sich u.a. „The Cultural Doctorat in Philosophy of Music”, verliehen von der World University Roundtable in Benson, Arizona, und der Titel einer „Abgeordneten zum ‚International Parliament for Safety and Peace‘ bei der UNO” (1993). 1991 trat sie in der Carnegie Hall, New York, in einem Konzert anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Carnegie Hall auf. 1993 war sie Dozentin bei der „I1. nternationalen Akademie für Neue Komposition” in Schwaz/Tirol und bei den 1. Internationalen Sommerkursen für Neue Musik in Krakau. Mittels selbst entwickelter Stimmübungen dehnte sie ihren Stimmumfang von vier auf nahezu sechs Oktaven aus. Sie komponiert, schreibt Texte und inszeniert eigene Konzerte. Weit über hundert Ur- und Erstaufführungen werden egänzt durch eine große Zahl von Schallplatten-, Radio-, Film-, und Fernsehaufnahmen.

Piotr Grodecki
Piotr Grodecki

Piotr Grodecki
studierte Klavier bei Professor Jerzy (L Polnisches L mit Strich durch) Luowicz, Kammermusik bei Professor Janina Baster (Klavier Duos) und Interpretation Neuer Music bei Professor Adam Kaczynski an der Musikakademie Krakau (Polen). Zusammen mit dem Pianisten Miroslaw Herbowski war er 1984 Finalist in einem Wettbewerb für Klavier-Duos in Rom. Er ist in den meisten Europäischen Ländern aufgetreten und wurde zu den renommiertesten Festivals für Neue Musik eingeladen: u. a. zu dem "Warschauer Herbst", zu dem "Posener Frühling," zum Festival "Contrasts" in Lemberg (Lwów in der Ukraine), zum Festival "Wien Modern", zum Festival "avantgarde tirol" und zu der "Internationalen Akademie für Neue Komposition und Audio-Art" in Schwaz/Tirol. Er spielte viele Aufnahmen für CDs und Radio ein, u.a. für das polnische, das österreichische und das ungarische Radio. Er war gern gesehener Dozent für die Interpretation Neuer Musik in Polen, Österreich und Finnland.
Piotr Grodecki hat sich spezialisiert auf die Aufführung Neuer Musik, sowohl als Solist als auch in Ensembles für Kammermusik. In Piano-Duos führt er gerne die Musik des 20. Jahrhunderts auf.
Für viele polnische und ausländische Komponisten hat er die Weltpremieren deren Kompositionen bestritten. Grodecki unterrichtet an der Musikakademie Krakau und an der Universität Rzeszów. Er ist Mitglied von Muzyka Centrum Krakau und war 1993 bei der ersten Internationalen Akademie für Neue Komposition in Schwaz bereits erfolgreich als Lehrer tätig.

Mariusz Pêdzia³ek
Mariusz Pêdzia³ek

Mariusz Pêdzia³ek
Mariusz Pêdzia³ek

Mariusz Pêdzia³ek
wurde in Krakau geboren. Seine musikalische Ausbildung begann er bereits im Alter von 3 Jahren am „Eksperymentalne Studium Muzyczne” in Krakau. Später setzte er, ebenfalls in Krakau, sein Musikstudium bei Edward Szcze¶niak (Oboe) und mit einem Meisterkurs bei Lothar Koch fort. 1977 tourte er mit Studenten der Krakauer Musikakademie durch die USA. Später erhielt er den Großen Preis der „Konfrontacja Studentów Szkó³ Artystycznych”. Er ist Mitglied der Kunstvereinigung „Muzyka Centrum”, der „Polish Association of Electroacoustic Music”, der „Witold Lutos³awski Society, Cracow” und des „Philharmonics Wind Quintet”. Ferner ist er Konzertmeister der Krakauer Philharmoniker.
Er ist als Solist tätig und spielt unter bedeutenden Dirigenten wie A. Duczmal, J. Krenz, J. Maksymiuk, K. Penderecki, T. Struga³a und St. Skrowaczewski. Ferner spielte er mit Nigel Kennedy, Kevin Kenner und Orchestern wie der Sinfonia Varsovia, dem Polnischen Rundfunkorchester „Amadeus”, Aukso, der Sinfonietta Cracovia, der National Warsaw Philharmonic und den Krakauer Philharmonikern. Er spielt mit Grzegorz Turnau zusammen und ist mehrmals beim „Warszawska Jesieñ Festival” (u.a. spielte er 1980 das Konzert für Oboe und Flöte von Gyorgy Ligeti) aufgetreten. Zweimal war er Juror beim „XX Music Competition for Young Performers”. Außerdem war er Mitglied des „Program Council at the Festival ‘Poznañska Wiosna’”. Er war an Aufnahmen von Theater- und Filmmusik von Komponisten wie Zygmunt Konieczny, Jan Kanty Pawlusiewicz, Zbigniew Preisner, Andrzej Zarycki, Grzegorz Turnau und Marcin Krzy¿anowski beteiligt. Außerdem wirkte er an Theaterstücken (Teatr Stu, Noy Ain play „Czas na uwiêzi”) mit, komponierte und spielte die Musik für das berühmte Theaterstück „Kontrabasista” von Jerzy Stuhr im Teatr Stary und spielte im Warschauer Teatr Rampa die Musik von Zygmunt Koonieczny zum Stück „Brat naszego Boga”. Er arbeitete auch an zahlreichen Archivaufnahmen für Rundfunkanstalten aus Polen, Frankreich und Ungarn mit, trat im Fernsehen auf und war an CD-Aufnahmen beteiligt, u.a. mit Oboenstücken von Gra¿yna Bacewicz. Seine Aufnahme von "Capriccio" von Krzysztof Penderecki ist in der Penderecki-DVD "A Celebration" enthalten, und die Aufnahme der Milwid-Krenz-Symphonie wurde im Jubiläums-Album für Jan Krenz veröffentlicht. Zusammen mit der Harfenistin Anna Sikorzak-Olek wurde er für den „Fryderyk 2001 record award” nominiert, und zwar für die Aufnahme des Konzerts für Oboe und Harfe von W. Lutos³awski. Ferner nahm er an internationalen und europäischen Projekten (Bridges und Ensemble-Spiel) teil. Im Dezember 2004 beteiligte er sich an einer Tour von Nigel Kennedy und den Berliner Philharmonikern durch Deutschland und Österreich, wo er Vivaldis Konzert für Oboe und Violine in B-Dur aufführte. 2010 spielte er im Rahmen des Projekts „Bach meets Ellington” zusammen mit Nigel Kennnedy und seinem „Orchestra of Life” u.a. das Konzert für Oboe und Violine von J.S.Bach. Im August 2006 wurde er Professor an der Internationalen Akademie für Neue Komposition und Audio-Art der Avantgarde Tirol in Seefeld. 2008 war er Juror beim Kompositionswettbewerb „T.Baird”. Er erhielt das „Gold Cross of Merit” und die „Gloria- Artis-Medaille”.

So 14. Dezember
Schwaz
Galerie Unterlechner

20.00 Uhr

KONZERT UND SCHAUSPIEL
EIN ABEND FÜR MARTHA MURPHY (1929 – 2013)

Marta Murphy
Martha Murphy 1993
in der Schwazer Eremitage
© avantgarde tirol

Die Schwazer Künstlerin Martha Murphy ist 2013 verstorben. Martha war ein Begriff in der Silberstadt. Ihr Tod wurde – ganz so wie es sich Martha offensichtlich gewünscht hatte – in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Aber so sang- und klanglos kann und will die avantgarde tirol sich nicht von ihr verabschieden. Schon gar deshalb nicht, weil uns die Martha 1993 beim Projektstart großartig unterstützt hat: Sie stellte ihre Schwazer Wohnung einer Komponistin aus Argentinien und einer Künstlerin aus Polen unentgeltlich zur Verfügung. Später war sie Mitglied in unserem Freundeskreis. Wir wollen der Martha heute mit persönlichen Erinnerungen von Schwazer Freunden und mit einem Spezialkonzert (das ganz für sie konzipiert worden ist und der Martha sicher gefallen hätte) gedenken.

SPRECHER UND SCHAUSPIELER
Bgm. Hans Lintner, Schwaz
Rosemarie Sternagl, Schwaz
Marianne Penz-van Stappershoef, Schwaz
Ruth Murphy, Wien/Schwaz :

INTERVIEW DANACH - INFORMATION UND KOMMENTAR
    Ein Sketch für 2 Personen von Ruth Murphy
    Informator: Charley Grill
    Kommentatorin: Barbara Weber

MUSIKER
Olga Szwajgier, Krakau: Sopran
Marek Cho³oniewski, Krakau: computer

Mo 15. Dezember
Rattenberg am Inn
Malerwinkel

Saal Schlossberg
20.00 Uhr

KONZERT ZUM 85 GEBURTSTAG
VON BOGUSLAW SCHAEFFER
MUZYKA CENTRUM KRAKAU

Bogus³aw Schaeffer
Bogus³aw Schaeffer
Foto: Marek Ostafil

Mit diesem Abend gratulieren wir Bogus³aw Schaeffer zum 85. Geburtstag. und möchten uns für die enorme pädagogische Leistung, die er in Schwaz und Seefeld als Professor für neue Komposition vollbracht hat, bedanken. Gottfried Franz Kasparek liest Essays und Texte von Bogus³aw Schaeffer über die Kunst, über Neue Musik, über Schwaz und über unsere Akademie.

MUSIKALISCHE GRATULANTEN
ENSEMBLE MUZYKA CENTRUM, Krakau
Leitung: Marek Cho³oniewski

Olga Szwajgier: Sopran (eine Stimme mit 6 Oktaven)
S³awomir Zubrzycki: Klavier
Mariusz Pêdzia³ek: Oboe
Marek Cho³oniewski: computer

MODERATION
Gottfried Franz Kasparek, Salzburg

Di 16. Dezember
Schwaz
Galerie Unterlechner

19.00 Uhr

AUSTELLUNG
ZIAD AL ABBO – „SYRISCHE REFLEXIONEN”

Ziad al Abbo's painting

Ziad al Abbo
Ziad al Abbo
Foto: Galerie Unterlechner

Ziad al Abbo, ein in Syrien erfolgreicher Maler, musste Damaskus verlassen und lebt seit zwei Jahren in Schwaz. Er hat in seinen, in einem kleinen Atelier entstandenen, großformatigen Acrylbildern die für ihn typische Bildsprache fortgesetzt. Al Abbos Malstil ist fast ein abstrakter, obgleich sich Formen, ja Figuren aus dem meist zarten, oft verwischten Acryl herausschälen. Auch in collagetechnik entsteht Figurales als grafische Konturen in einer hellen Farbigkeit. Oder er formt Gesichter und Körper durch einen heftigen Pinselgestus in kräftigen, satten Farben.
Seine Themen kreisen immer wieder um seine Einsamkeit, um heimweh und um schlechte Träume, die aus der Sorge um seine Familie und Freunde in seiner ursprünglichen heimat an der irakischen Grenze, entstehen. In seiner heimat, im IS-Gebiet, herrscht Gewalt und Krieg. So fließt seine Angst ganz unbewusst immer wieder in seine Malerei. Auch die Intensität der Farbgebung zeigt in diese richtung. Daneben kommen auch hellere Töne, ruhiger Gestus auf die Leinwand – Ziad al Abbo beginnt sich langsam mit seiner zweiten heimat anzufreunden.

FÜHRUNG durch Dr. hansjörg unterlechner für das avantgarde-Publikum am Diensatg 16.12.2014 um 19.00 uhr. Der Künstler wird anwesend sein.

Galerie Unterlechner, Fred-hochschwarzer-Weg 2, 6130 Schwaz
ÖFFNUNGSZEITEN: Mittwoch bis Samstag, 17.00 bis 19.00 uhr und auch nach telefonischer Vereinbarung. Die Ausstellung ist voraussichtlich bis 17. Jänner 2015 geöffnet.

Mi 17. Dezember
Rattenberg am Inn
Alte Festsaal der Neuen Mittelschule

20.00 Uhr

TENM – Tiroler Ensemble für Neue Musik
Harald Ploner, Saxophon
Caroline Mayrhofer, Paetzold-Flöte
Gerhard Gruber, Schlagzeug
Harald Pröckl, Akkordeon

Konzertprogramm:
Luciano Berio (1925 - 2003): Sequenza VIIb für Sopran-Saxophon 1969
Bogus³aw Schaeffer (*1929): Cadenza I & II für Akkordeon 1984
Hannes Kerschbaumer (*1981): Metrioptera II für Paetzold-Flöte 2012/2014
Günther Zechberger (*1951): Lektüre für Saxophon, Akkordeon & Schlagzeug 2012
Manuela Kerer (*1980): fíur für Akkordeon & Paetzold-Flöte 2012
Eckhard Kopetzki (*1956): Montang Makki für Schlagzeug 2002

Harald Pröckl
Harald Pröckl

Das Tiroler Ensemble für Neue Musik (TENM) stellt einen einzigartigen Klangkörper innerhalb der Tiroler Musiklandschaft dar. 22 MusikerInnen aus Tiroler Symphonieorchester, Landeskonservatorium und Musikschulen engagieren sich in unterschiedlichen Besetzungen in Tirol und weit darüber hinaus für die Neue Musik. 1984 wurde das Ensemble vom Komponisten Günther Zechberger gegründet und entwickelte sich zum Spezialisten-Ensemble für zeitgenössische Musik, 2000 wurde es mit dem Emil-Berlanda-Preis des Landes Tirol ausgezeichnet. 2003 übernahm der Pianist und Dirigent Dorian Keilhack die künstlerische Führung. 2004 wurde die Koproduktion 'Strawinsky: Ödipus Rex' mit dem Augenspieltheater Hall zur besten freien Theaterproduktion Österreichs gekürt. Konzertreisen führten das Ensemble nach Japan, Türkei, Bulgarien, Kroatien, Deutschland, Italien, USA und Israel. Seit 2007 leitet der Akkordeonist Harald Pröckl das Ensemble.

Das TENM Programm für die Avantgarde Tirol 2014 umfaßt den Lehrer der Akademie (Bogus³aw Schaeffer) und eine ehemalige Teilnehmerin (Manuela Kerer), vereint einen Klassiker der Moderne (Berio) mit dem aktuellen Schaffen aus Tirol (Zechberger, Kerschbaumer), präsentiert vier unterschiedliche Soli und Kammermusik. Ein abwechslungsreicher musikalischer Rundgang durch die spannende Welt der zeitgenössischen Musik, begleitet von Harald Pröckl, dem Leiter des TENM.





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